Wichern-Gemeinschaft Reinbek e.V. Wichern-Gemeinschaft Reinbek e.V.

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Herr Jansen – ein Rückblick auf 39 Jahre Wichern-Gemeinschaft.

Als die „Musik“ noch mit der Hand gemacht wurde

Herr Jansen – ein Rückblick auf 39 Jahre Wichern-Gemeinschaft.


Thema Ende

Herr Jansen – ein Rückblick auf 39 Jahre Wichern-Gemeinschaft.Hiermit möchte ich einen Rückblick auf 39 Jahre Wichern-Gemeinschaft geben.
Alles begann am 1.10.1974, meine 4-jährige Militärzeit war beendet und ich begann als Koch im Haus Altenfriede.

Zunächst war man skeptisch: erst Militär und dann Seniorenbeköstigung. Besonders der damalige Heimleiter Johannes Degel (Papa Degel oder Bruder Johannes im Personalbereich liebevoll genannt) hatte Bedenken.
Doch nach der Zeit der Einarbeitung waren diese schnell ausgeräumt und etwas später übernahm ich die Küchenleitung.

Zur damaligen Zeit lief alles noch ruhiger ab: Die Lohnstreifen waren noch Lohnstreifen, die Kartoffeln wurden von Bewohnern geschält, die Bestecke haben zwei Bewohnerinnen abgetrocknet und poliert, und ab und an war auch noch Zeit für ein Schwätzchen mit den Bewohnern.

Die damalige Oberschwester Resel (Theresa Nicke) – heute Bewohnerin im Haus Altenfriede – hatte das Pflegepersonal fest im Griff. Zu den Feiertagen (Weihnachten und Ostern) zog „Papa Degel“ mit seiner Fiedel durchs Haus und erfreute die Bewohner mit festlicher Musik.

Da waren aber auch Bewohner, die uns das eine oder andere Mal zum Schmunzeln brachten: Zum Beispiel eine Dame, die ständig mit einem Karnevalshütchen durch die Gegend marschierte oder eine, die immer abnehmen wollte, aber wie ein Scheunendrescher aß. Oder die Hundertjährige, die Ihre Füße noch immer im Handwaschbecken wusch. So könnte ich noch viele Anekdoten erzählen, aber man vergisst ja auch viel.

Man hat Bewohner kommen und gehen sehen, aber auch viel Personal und Heimleiter. Die Geschäftsleitung hatte in den ersten zehn/fünfzehn Jahren einen geschäftsführenden Vorstand. Es folgten Umbauten im Haus Altenfriede, Haus Billtal wurde gebaut. Wir bekamen im Laufe der Jahre eine neue Küche und während der Umbauphase haben wir als Gastköche im Haus Billtal mit gekocht. Bevor die Billtaler ihr Essen zubereiten konnten, wurde das Essen fürs Haus Altenfriede gekocht, in Thermoporten verpackt und rübergefahren. Eine anstrengende, aber schöne Zeit.

Dann -ich meine es war 1998- wurde meine Küche aus rationellen Gründen geschlossen und seitdem kochen wir im Haus Togohof für die Häuser Altenfriede, Casinopark und Togohof. Nach anfänglichen Schwierigkeiten sind wir hier jetzt prima integriert und die Arbeit macht meist viel Spaß.

Nun werde ich zum 1.10.2013 in den wohlverdienten Ruhestand gehen. Zum Schluss wünsche ich allen Mitarbeitern, vor allem in der Küche, alles Gute, stets ein glückliches Händchen und friedvolles Miteinander. Immer nach dem Wahlspruch der Wichern-Gemeinschaft: Lasst und nicht müde werden, Gutes zu tun!
Ihr Rolf Janzen

Wir – die Wichern-Gemeinschaft – bedanken uns bei Herrn Janzen für 39 Jahre harmonische Mitarbeit und leckeres Essen!
Wir wünschen einen schönen Ruhestand!

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