Wichern-Gemeinschaft Reinbek e.V. Wichern-Gemeinschaft Reinbek e.V.

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 Elisabeth Wollenberg – 50 Jahre Mitglied in der Wichern-Gemeinschaft Ein Gespräch mit Frau Holtkamp und Frau v. Klass.

Elisabeth Wollenberg – 50 Jahre Mitglied in der Wichern-Gemeinschaft

Ein Gespräch mit Frau Holtkamp und Frau v. Klass.


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 Elisabeth Wollenberg – 50 Jahre Mitglied in der Wichern-Gemeinschaft Ein Gespräch mit Frau Holtkamp und Frau v. Klass.Liebenswürdig, leise, einsatzbereit – im Hintergrund, aber immer präsent – das war der Eindruck, den ich erhielt, als ich Frau Elisabeth Wollenberg im Rahmen der Umstrukturierung des Vorstandes der Wichern-Gemeinschaft 1983 kennenlernte.

Nach Ihrer Flucht aus Berlin kam Frau Wollenberg als junge Frau über Umwege 1948 nach Reinbek. Sie fand dort nicht nur Arbeit als chemisch-biologische technische Assistentin bei einem Institut für Forstwirtschaft, das s. Z. im Reinbeker Schloss ansässig war; sie fand ein eigenes kleines Zimmer als Bleibe, und sie fand Freunde. Sie ist noch heute dankbar, dass sie damals hier die Möglichkeit erhielt, sich neu zu orientieren und ihr Leben wieder aufzubauen.

1962 folgte ihr der Vater nach Reinbek. Durch seinen zweijährigen Aufenthalt im Haus Altenfriede lernte sie die „Wichern-Gemeinschaft Altenfriede e. V.“, ihre Mitarbeiter und die verantwortlichen Damen und Herren kennen. So war es nur eine Frage der Zeit, dass Frau Wollenberg sich mehr und mehr engagierte und im September 1965 die Position der Schriftführerin im Vorstand der Wichern-Gemeinschaft übernahm.

Die Arbeit für und mit alten Menschen machte ihr Freude; sie konnte, wie sie sich heute erinnert, doch Einiges bewegen. 1984 entschied sie sich, die ehrenamtliche Tätigkeit im „Feierabend-Vorstand“ gemeinsam mit den Vorstandskollegen zu beenden und den Weg zu ebnen für die gesellschaftliche Umstrukturierung der Wichern-Gemeinschaft.

Der Wichern-Gemeinschaft und besonders dem Haus Altenfriede blieb sie trotzdem weitere 20 Jahre verbunden. Die Besuche der Bewohner gab sie erst auf, als diese Aufgabe ihr mehr abforderte, als sie auf Grund ihres Lebensalters und ihrer Gesundheit geben konnte.

Heute ist Frau Wollenberg mit 94 Jahren eine humorvolle und höchst interessante Quelle an Informationen. Man hört ihr gern zu, und man erfährt sehr viel über die Entwicklung unserer Gemeinschaft und die Menschen, die in unseren Häusern gelebt und gearbeitet haben.

Auf die Frage, warum sie sich ihr Leben lang für die Wichern-Gemeinschaft eingesetzt hat, antwortet sie: „Mir war immer die Versorgung von Menschen in Notlagen wichtig, ich wollte der Allgemeinheit etwas zurückgeben, eine soziale Aufgabe übernehmen“.

Wenn sie nicht mehr allein in ihrer Wohnung leben kann, so sagt Frau Wollenberg, will sie ins Haus Altenfriede ziehen. Unsere besten Wünsche für die kommenden Jahre begleiten sie.

Christine v. Klass

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