Wichern-Gemeinschaft Reinbek e.V. Wichern-Gemeinschaft Reinbek e.V.

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28. Mai 2014 – „Selbstbestimmt Leben bis zuletzt“ Nachlese

Podiumsdiskussion der Wichern-Gemeinschaft im Reinbeker Schloss


Thema Ende

Podiumsdiskussion der Wichern-Gemeinschaft im Reinbeker Schloss - 2014.Lesen Sie auch den umfangreichen
Artikel aus „Der Reinbeker“.

Die Wichern-Gemeinschaft Reinbek e. V. lud am 28. Mai 2014 zur traditionellen Reinbeker Schlossveranstaltung zum Thema „Selbstbestimmt Leben bis zuletzt“.
Zu dieser Podiumsdiskussion waren die Mitglieder und eng verbundene Freunde der Wichern-Gemeinschaft sowie Ärzte, politische Amtsinhaber und vor allem interessierte Bürger herzlich eingeladen. Das Interesse an diesem Thema war so überwältigend, dass die Bestuhlung im großen Festsaal aufgestockt werden musste.

Im Jahr 2040 wird die Hälfte der deutschen Bevölkerung über 50 Jahre alt sein. Die Menschen der Zukunft werden im Durchschnitt ein höheres Lebensalter erreichen und im Alter länger Hilfe und Pflege benötigen. Diesen Entwicklungen stehen begrenzte gesellschaftliche Ressourcen in der Pflege sowie der Wunsch nach Selbstbestimmtheit und Individualität gegenüber.

Vor diesem Hintergrund referierten Sozialministerin Kristin Ahlheit, Probst Dr. Johann Hinrich Claussen (Nikolai-Kirche Hamburg) und Prof. Dr. Gerhild Becker (1. Lehrstuhl für Palliativmedizin in Freiburg) über die verschiedenen Möglichkeiten von Politik, Kirche und Medizin für ein würdevolles Leben im Alter.
Sterbehilfe, Hospize, betreutes Wohnen, geistliche Unterstützung und Möglichkeiten der schmerzlindernden Medizin waren die vorrangigsten Themen des Abends.

Das große Interesse an diesem Abend zeigt, dass sich die Senioren für Ihre Ideen und Forderungen einsetzen und aktiv an der Gestaltung des letzten Lebensabschnittes teilhaben möchten. Das Vertrauen in die Pflege und Politik ist nicht immer ausreichend und der klare Auftrag lautet, dass Angst vor Abhängigkeit im Alter der Gewissheit weichen muss, dass diese Abhängigkeit in gute Hände gelegt ist und die Verantwortlichen der Individualität jedes Pflegebedürftigen Rechnung tragen.

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