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Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf zur Reform der Pflegeberufe beschlossen

Das Bundeskabinett hat den Gesetzentwurf zur Reform der Pflegeberufe beschlossen


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Eine einheitliche Ausbildung in der Pflege – egal ob Alten-, Kranken- oder Kinderkrankenpflege: Das ist das Ziel des neuen Gesetzes, das das Bundeskabinett im Januar 2016 beschlossen hat.

Für Auszubildende ist die Ausbildung dann kostenfrei. Die Finanzierung der Ausbildung wird bundeseinheitlich geregelt. Die Gebühren an vielen Pflegeschulen fallen für die Auszubildenden somit weg und keine Hemmschwelle mehr. Außerdem erhalten alle Auszubildende künftig eine angemessene Ausbildungsvergütung, wie es in vielen anderen Ausbildungsberufen bereits üblich ist.

Drei Jahre dauert die Ausbildung und beinhaltet Unterricht an Pflegeschulen sowie praktische Blöcke. Bei der praktischen Ausbildung können die Auszubildenden einen Schwerpunkt wie beispielsweise Altenpflege wählen, der dann auf dem Abschlusszeugnis als „Vertiefungseinsatz“ ausgewiesen wird. Wer nicht Vollzeit arbeiten kann, hat die Möglichkeit, eine fünfjährige Teilzeit-Ausbildung zu absolvieren.

Voraussetzung für die Ausbildung ist ein mittlerer Schulabschluss oder eine zehnjährige allgemeine Schulbildung. Wer über eine Zusatzqualifikation wie beispielsweise eine erfolgreich abgeschlossene mindestens zweijähriger Ausbildung oder eine einjährige Ausbildung in der Pflegeassistenz verfügt, kann die Ausbildung auch mit einen Hauptschulabschluss starten.

Zudem schafft der Gesetzentwurf die Voraussetzungen für ein berufsqualifizierendes Pflegestudium, das unmittelbar eine Berufstätigkeit in der Pflege ermöglicht. Die Einführung eines solchen Studiums unterstreicht die zunehmende Bedeutung der Pflegeberufe.

Der erste Jahrgang des neuen Ausbildungsberufs kann voraussichtlich am 1. Januar 2018 starten. So haben Pflegeschulen und Ausbildungsbetriebe hinreichend Zeit, um sich auf die neue Ausbildung einzustellen. Außerdem müssen erst Musterrahmenausbildungs- und –lehrpläne erarbeitet werden.

Januar 2016

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